Achtung, die Welt geht unter - Arbeitslosenzahlen gestiegen
von Mischka | 29. Januar 2009
Vorsicht auf dem Arbeitsmarkt! Wer jetzt nicht stramm steht, fliegt, denn - oh welch Wunder - die Arbeitslosenzahlen steigen stärker als gefürchtet. Trotzdem die Regierung alles versucht hat, um die Erwerbslosen mit Hilfe von Kurzarbeit und Ein-Euro-Jobs gut zu verstecken, ist es einigen offensichtlich doch gelungen in der Statistik aufzutauchen. Frank-Jürgen Weise, Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, geht ein Licht auf: wider Erwarten erreicht “der konjunkturelle Abschwung […] jetzt den Arbeitsmarkt”. Aber es gibt Grund zur Hoffnung: “Wir gehen weiterhin davon aus, dass es auf dem Arbeitsmarkt nicht ganz so schlecht wird wie in vergleichbaren früheren Abschwüngen”.
Wo eben noch “die schlimmste [Krise] der Nachkriegsgeschichte” (Axel Weber, Chef der Bundesbank) war gibt es nun “vergleichbare frühere Abschwünge”, bei denen alles noch schlimmer war. Arbeitsminister sieht gar, “dass wir eine bessere Entwicklung haben als im Vorjahr”. Die rhetorische Schadensbegrenzung erlangt neue Dimensionen.
Man darf gespannt sein, in welch sprachliche Widersprüche sich unsere Entscheidungsträger noch verwickeln und wie lange Wirtschaftskrise noch vor der Öffentlichkeit versteckt werden kann.
Ordnung muss sein.
von Mischka | 23. Januar 2009
Wie der geneigte Leser sicher bemerkt hat: Heute macht die Presseschau von Psychoglobal mal wieder richtig spaß: Die Tagesschau illustriert ihren Bericht zur Sprengung eines Kinderpornorings mit folgender wunderbaren Abbildung:

Um nicht durcheinanderzukommen, hat dieser Kinderpornofan seine CD-Roms ordentlich beschriftet. Wäre ja auch blöd, statt der gewünschten Bilder die letzten Urlaubsfotos in den Rechner zu schieben. Weitere Kategorien für die CD-Sammlung:
- Raubkopierte Musik
- Bewerbungsunterlagen
- Anleitungen zum Bombenbau
- Pläne für Brandanschläge
- illegale Adressammlung aus dem Call-Center
- Kreditkartendaten Nr. 2345-2323-7657-2497 bis 7472-2345-9986-3444
Telefonabhören gegens Zündeln
von Mischka | 23. Januar 2009
Wenn ihr euch das nächste mal zum Autos-Anzünden verabredet, macht das lieber nicht am Telefon, die werden jetzt nämlich abgehört, um Brandanschläge zu verhindern. Wann dann die Online-Durchsuchung zur Verhinderung von Ladendiebstälen eingeführt wird, hat Herr Körting noch nicht verraten. Aber wir bleiben natürlich dran.
Demnächst auch im Innenministerkino: präventive Gewahrsamnahme zur Durchsetzung des Nichtraucherschutzgesetzes.
um diesen Post nochmal zu konkretisieren:
Man müsse alles tun, was getan werden könne, um die Anschlagsserie zu beenden, dazu gehöre im äußersten Fall auch das Mittel der Telefonüberwachung, sagte Körting am Freitag Morgenpost Online. […]
Von den Tätern fehlt bislang jede Spur.
Wenn von den Tätern “jede Spur” fehlt, stellt sich die Frage, bei wem mit dem Überwachen so angefangen wird? Oder wird nun einfach “drauf los” überwacht, ohne Verdachtsmomente?
Hitler wars nicht - der Amerikaner ist’s gewesen
von Mischka | 23. Januar 2009
Nicht, dass die USA gemeinsam mit den Alliierten den schrecklichen Spuk der 30-40er Jahre in Deutschland beendet hätten - sie haben Adolf Hiltler erst den Floh ins Ohr gesetzt… so hört sich ein weiteres Kapitel Deutscher Unschulds-Wascherei an. Behaupte ich jetzt mal, denn angehört habe ich mir das nicht. Aber wer will kann ja mal reinhören.
Geschichte mach Platz: Hier kommt ein Selbsthilfetreffen!
von Mischka | 13. Januar 2009

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Tag der Winterdepression
von Mischka | 21. Dezember 2008
In vielen Teilen der Welt wird heute der Tag der Winterdepression gefeiert. Nachdem Tagelang die Sonne nicht richtig aufgegangen ist, hat sie heute ihren Tiefststand erreicht. Doch seid getröstet: ab morgen gehts wieder Bergauf! Es gibt ein Entkommen aus der Hölle.
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Thor Steinar im Dienst
von Mischka | 13. November 2008
Yithak Sophoni Herz war zu der Zeit der Pogrome 30 Jahre alt und Erzieher im Waisenhaus. Die Polizei durchsuchte mit zwei Gestapovertretern das Haus nach Waffen . Wenige Stunden später wurde Herz erneut von Gestapovertretern am frühen Morgen des 9.11.1938 geweckt. 50 Männer standen nun vor der Tür, die nun mit fast wissenschaftlicher Genauigkeit und Gründlichkeit ihr Zerstörungswerk begannen. Yithak Herz versuchte nun die Kinder des Hauses der Polizei in Schutz zu geben. Der Hauptwachtmeister schrie jedoch: “Die Juden bekommen von uns keinen Schutz. Machen sie, dass sie mit ihren Kindern weiterkommen”. […]
In dieser Tradition der deutschen Polizei sah sich wohl auch dieser Nazipolizist, der im Thor Steinar-Outfit an der Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Reichsprogromnacht teilnahm. Bleibt zu wünschen, dass er schon vor dem nächsten Kameradschaftsabend seinen Dienst quittieren muss.
[Videospiel] Cave Story - EgoShootJumpnrunAdventure
von Mischka | 22. Oktober 2008
Weil ich mangels Lohnarbeit wieder eine Menge Zeit hab komm ich auch wieder zum Videospielen. Eher zufällig (und weil Nintendo es für seine Hampelkonsole Wii veröffentlicht) bin ich auf dieses geniale Indygame gestoßen: Cave Story ist ein 2d Egoshooter-Jump’n'Run-Adventure-Mix im Retro-Stil. Ist ja auch schon etwas älter. Laut Website wurde es von einem Menschen names Pixel in fünf Jahren Arbeit erstellt. Und diese fünf Jahre haben sich wirklich gelohnt. Herausgekommen ist ein wirklich schönes, spannendes Actionspiel.
Der Protagonist - ein Roboter - erwacht auf einer Insel ohne zu wissen, wo er ist und was er dort soll. Im Laufe des Spiels bekommt man dann so langsam mit, worum es geht. Die Charaktere auf die man trifft, sind echt süß, die Story und auch das Spiel werden nicht langweilig - und wenn man mal wieder einen Boss erledigt hat, kann man sich auf das nächste Abenteuer freuen. Läuft auf Win, Mac, Linux und diversen Spielkonsolen.

Fink in Berlin
von Mischka | 21. Oktober 2008
Fink ist definitiv die Entdeckung des letzten Jahres. Das Konzert im Frannz Club war großartig. Welcher weiße Sänger hat so viel Blues und Soul in seiner Musik? Als er als Zugabe noch “Das Model” von Kraftwerk gecovert hat, war selbst mein Geek-Herz hin und weg.
Was tun wenns kriselt?
von Mischka | 7. Oktober 2008
In Zeiten der allgemeinen und speziellen Wirtschaftskrise ist es wenig verwunderlich, dass der Staat die technischen sowie juristischen Möglichkeiten, seine Bürger zu kontrollieren ausbaut. Dass nun, während des weltweiten Finanzmarktbebens mögliche Bundeswehreinsätze im inneren diskutiert werden scheint die logische Konseqenz der Politiker zu sein, denn sollte die Finanzkrise nicht eingedämmt werden können erwartet man wohl, dass auch die eher behäbigen Deutschen die Geduld verlieren könnten. Der Ausbau der Möglichkeiten für “inneren Frieden” zu sorgen hat ja nun auch nicht erst heute begonnen. Während ein Finanzinstitut nach dem anderen den Bach runtergeht, versuchen Politiker zu beschwichtigen. Im Hintergrund versucht der Staat sich militärisch und technisch auf mögliche extremsituationen vorzubereiten. Eine spannende (und beängstigende) Zeit, in der wir leben. Denn es ist durchaus denkbar, dass wir in eine Krise mit den ausmaßen von 1929 hineinschlittern.
Sein Geld von der Bank zu holen und in die Matratze zu stecken ist in Aussicht auf Inflation wohl auch kein guter Weg. Was soll man mit den Banknoten anfangen, wenn man dafür nicht mal mehr Streichhölzer bekommt?
Hier ein paar Tipps um die Krise zu überstehen:
- Tabak kaufen: Drogen gehen immer. Wenn Geld nichts mehr Wert ist, sind Zigaretten und Tabak erstes Zahlungsmittel. Schnaps geht auch. Und dann kurz vor Weihnachten gegen Schinken, Kartoffeln und Eier tauschen.
- Der Tante auf dem Land ne Postkarte schicken. Die Bauern und Kleingärtner sind die Gewinner der Krise. Sie haben die Speicher voller Lebensmittel, die in den Städten durch Plünderungen und Panikkäufe rar werden. Vor der letzten Milchpreiserhöhung Anfang des Jahres gab es tagelang bei Aldi keine Milchprodukte zu kaufen. Also schnell bei der Verwandschaft auf dem Land einschleimen, um später von ihrem Lebensmittelreichtum zu profitieren.
- Selbsthilfe organisieren: Freundeskreise reaktivieren. Wer repariert den Computer? Wer hat einen Schrebergarten? Wer kann Lebensmittel(karten) organisieren? Bei wem kann man zur Not einen warmen Winter übernachten? Ein stabiler Freundeskreis ist in Krisenzeiten Gold wert. Schnell mal wieder ne WG-Party organisiert und Freunde eingeladen.
- Panikkäufe: noch bevor die Massenhaften Panikkäufe losgehen, sollte man sich mit Dosensuppen, Tiefkühlpizzas, Tütenbrühen und allem, was sich länger hält, eindecken. Wenn die Panik erst die Masse erreicht hat, muss man sich eventuell drum prügeln. Der kluge Krisensurvivalmann sorgt vor.
- Das Geld verpulvern. Wer jetzt seinen Reichtum nicht genießt, wird bald nichts mehr von ihm haben. Auch wenns nur 500 Euro auf dem Sparkonto sind, ein Kurztrip in den Süden sollte angetreten werden, solange man ihn sich noch leisten kann. Wer jetzt kauft, hat zwar später nichts mehr davon, aber später zählen sowieso nur noch Tabak, Schnaps und Kartoffeln.
- Opa befragen: Auch wenn er tausend langweilige Geschichten zu erzählen hat, er hat die Nachkriegszeit noch mitgemacht und weiß, wie sich die Dinge des Täglichen Bedarfs auch in der Krise organisieren lassen. Ein Besuch im Altersheim freut den alten Mann und dir gibt er wertvolle Tipps zum überleben.