“Kinderschänder” - rechts-populistische Sprache in den Mainstreammedien

von Mischka | 22. Oktober 2009

Sexualstraftäter, die sich an Minderjährigen vergehen nennt der Volksmund “Kinderschänder”. Boulevardblätter, rechte Propagandisten und Populisten schauen ja dem Volke gern auf den Mund und verwenden die vulgäre Sprache des Stammtischs um emotionen auszulösen und den Volkszorn anzuheizen. So wird über Asylbetrüger, Neger oder Schwuchteln geredet.

Der rechtspopulistische Kampfbegriff “Kinderschänder” hat es nun auch in die Nachrichten der Tagesschau geschafft. Ein Aufstieg der emotionsgeladenen pöbelnden Stammtischsprache ins intelektuelle Bürgertum. Man graut sich schon vor den Debatten, die hier ausgelöst werden. Dass in Polen (alle) pädophilen Sexualstraftäter nun zwangsweise “chemisch kastriert” werden sollen verstößt gegen Menschenrechte. Dass diese Nachricht in einer stammtischsprache bei der Tagesschau serviert wird, als wäre ein solcher Begriff normal gibt allen Menschen vorschub, die schon seit ewigkeiten ungeniert über Kinderschänder und Asylschmarotzer schimpfen. Ein öffentlich-rechtliches Nachrichtenportal sollte eine andere Sprache sprechen und die emotionen etwas dämpfen.

Keine Frage, die sexuelle, seelische und körperliche Unversehrtheit von Kindern ist ein hohes Gut. Dennoch sollten pädophile Sexualstraftäter nicht an den Mob ausgeliefert sondern psychologisch gut betreut werden. Rechtspopulistische Kampfbegriffe gesellschaftlich hoffähig zu machen ist da kein guter Weg.

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Rassisten

von Mischka | 9. Oktober 2009

Wenigstens hat es eine Reaktion provoziert, ich dachte schon, die Menschen hier wären nun komplett verblödet, aber zumindest der Zentralrat der Juden kann noch klar denken. Mit Sarrazin kann dann auch gleich der Bezirksbürgermeister von Neukölln zurücktreten, der im Heute Magazin am Mittwoch noch eins draufgesetzt hat. Frag mich, warum sie in Neukölln noch nicht das Rathaus gestürmt haben bei soviel offenem Rassismus.

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Dubcommander DJ-Set

von Mischka | 28. Juli 2009

Hab vor kurzem einen Mix mit schönen Dubtracks gemacht. Der große Teil der Tracks steht unter Creative Commons und kommt von den sehr empfehlenswerten Netlabels aquietbump, ideology und jahtari.

Download als Zip (incl. Playlist)

Download als mp3

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Endlich: Berlin am Strand

von Mischka | 6. April 2009

Heute bei Wetter.com:

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[Videospiel] Alleine gemeinsam

von Mischka | 25. Februar 2009

Beim Flash-Game Cursor*10 klickt man sich gemeinsam mit sich selbst durch die Levels. Die Idee ist einfach zu schön um nicht erwähnt zu werden. Wer sich durch alle Levels geklickt hat, es gibt auch einen zweiten Teil:

Cursor*10 II

via Nerdcore

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An der alten Mühle

von Mischka | 18. Februar 2009

Selten so gelacht, da haben sich die Dorfnazis an der winterlichen alten Mühle getroffen um ihren ganz persönlichen “Weg aus dem Kapitalismus” auszuplaudern: keine Drogen, kein Fernsehen, kein “Dosenfraß”. Denn: “Alle Räder stehen still wenn der Konsumverzicht es will”… Also, liebe Nazis, jetzt schön im Bioladen Produkte aus der Region kaufen und danach zu Hause das Brettspiel ausgepackt und mit der Familie fein Konsumverzicht geübt. Dann geht der ganze Kapitalismus vor die Hunde und übrig bleiben gesunde, ehrliche Dorfnazis.

via aftershow

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Sarrazin will zur Bundesbank

von Mischka | 17. Februar 2009

Psychoglobal meint: da ist dann auch besser aufgehoben. Thilo Sarrazin war zuletzt als Hartz-4-Koch in die Schlagzeilen gekommen. Mit seinem penetranten Erwerbslosenbashing hat er sich nicht viele Freunde gemacht. So empfahl er Arbeitslosen, lieber einen zusätzlichen Pullover anzuziehen statt einen erhöhten Heizkostenzuschlag zu fordern. Der Diät-Senator stellte außerdem einen selbsterprobten Hartz-4-Speiseplan zusammen, um seine dummen Vorurteile gegenüber Erwerbslosen zu stützen.

Schade ist es ja um den Politiker mit dem dümmsten Vorurteilen. Als “einizg wahrnehmbares Mitglied des Berliner Drückebergersenats” (CDU) konnten wir uns immer wieder über seine Bemerkungen lustig machen. Dieser “Verlust” (FDP) wird sicher schmerzlich.

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[Videospiel] World Of Goo

von Mischka | 14. Februar 2009

Endlich ist World of Goo auch für Linux erschienen. Bei diesem Denk- und Geschicklichkeitsspiel geht es darum möglichst stabile Gebilde zu bauen um ans Ziel zu kommen. Im Spiel heißt das: man hilft kleinen wabbligen Goo-Kugeln ein Röhrensystem zu erkunden. Wer früher gerne Lemmings gespielt hat, wird World of Goo lieben.

Die Linuxversion läuft flüssig ohne großartige Hardwarevorraussetzungen, wie 3d-Grafik oder so. Auf der Website der Hersteller gibts ne Demoversion (für Win, Mac, Linux). Die Vollversion kann man für 20$ (per PayPal) als Download kaufen.

Und jetz noch ne Runde…

Trailer World of Goo

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Robert Kurz: Ursachen und Hintergründe der Finanzkrise

von Mischka | 12. Februar 2009

Robert Kurz erläutert in seinem Vortrag (gehalten auf einer Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Dresden in Zusammenarbeit mit attac (!)) “Ursachen und Hintergründe der Finanzkrise” aus der Sicht der Wertkritik.

zu hören bei Freie-Radios.net

Teil 1 Teil 2

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Achtung, die Welt geht unter - Arbeitslosenzahlen gestiegen

von Mischka | 29. Januar 2009

Vorsicht auf dem Arbeitsmarkt! Wer jetzt nicht stramm steht, fliegt, denn - oh welch Wunder - die Arbeitslosenzahlen steigen stärker als gefürchtet. Trotzdem die Regierung alles versucht hat, um die Erwerbslosen mit Hilfe von Kurzarbeit und Ein-Euro-Jobs gut zu verstecken, ist es einigen offensichtlich doch gelungen in der Statistik aufzutauchen. Frank-Jürgen Weise, Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, geht ein Licht auf: wider Erwarten erreicht “der konjunkturelle Abschwung […] jetzt den Arbeitsmarkt”. Aber es gibt Grund zur Hoffnung: “Wir gehen weiterhin davon aus, dass es auf dem Arbeitsmarkt nicht ganz so schlecht wird wie in vergleichbaren früheren Abschwüngen”.

Wo eben noch “die schlimmste [Krise] der Nachkriegsgeschichte” (Axel Weber, Chef der Bundesbank) war gibt es nun “vergleichbare frühere Abschwünge”, bei denen alles noch schlimmer war. Arbeitsminister sieht gar, “dass wir eine bessere Entwicklung haben als im Vorjahr”. Die rhetorische Schadensbegrenzung erlangt neue Dimensionen.

Man darf gespannt sein, in welch sprachliche Widersprüche sich unsere Entscheidungsträger noch verwickeln und wie lange Wirtschaftskrise noch vor der Öffentlichkeit versteckt werden kann.

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